Stammzelltransplantation

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Eine autologe Stammzelltransplantation kann notwendig werden, wenn zum Beispiel aufgrund einer Krebserkrankung eine intensive Chemotherapie und/oder Bestrahlung (sog. Hochdosistherapien) notwendig wird. Da diese aber dosisabhängig das eigene blutbildende System schwer schädigen können, werden dem Patienten vor Beginn der geplanten Behandlung gesunde Stammzellen entnommen, die ihm nach der myeloablativen (d.h. Knochenmark eliminierenden) Therapie wieder zurückgegeben werden im Sinne einer Eigentransplantation. Die Knochenmarksfunktion kann auf diese Weise schneller wiederhergestellt werden. Seit über 25 Jahren werden in der Klinik für Onkologie autologe Stammzelltransplantationen bei Patienten mit bestimmten Tumorerkrankungen (v.a. Lymphome, Myelome, Keimzelltumore) erfolgreich durchgeführt. Durch unsere langjährige Erfahrung ist diese Behandlungsstrategie in unseren Händen sehr sicher für unsere Patienten. Wir konnten, auch im Vergleich mit publizierten Daten anderer Gruppen, sehr gute Ergebnisse mit Hochdosistherapien und autologer Stammzelltransplantation erzielen, wie in einer Analyse von Patienten mit Lymphomerkrankungen im Folgenden aufgezeigt hat (Tabellen 1 und 2). 

StudieFallzahlen3-Jahres ereignisfreies Überleben in %3-Jahres Gesamtüberleben in %
CORAL-Studie (Gisselbrecht et al.1)3963149
Parma-Studie (Philip et al.2) 5546*53*
Kollektiv des UnversitätsSpitals Zürich594962

Tabelle 1: Ereignisfreies und Gesamtüberleben von Patienten mit aggressivem B-Zell Lymphom nach Hochdosischemotherapie und autologer Stammzelltransplantation.

*5-Jahres-Daten

Diagnose Fallzahlen3-Jahres ereignisfreies Überleben in %3-Jahres Gesamtüberleben in %

Low-grade Lymphome

206184

Mantelzell-Lymphom (MCL)

255881

diffus grosszelliges

B-Zell-Lymphom (DLBCL)

594962

Hodgkin Lymphom (HL)

466687

T-Zell-Lymphom (TCL)

254847

Tabelle 2: Ereignisfreies und Gesamtüberleben von Lymphompatienten nach Hochdosischemotherapie und autologer Stammzelltransplantation nach Lymphomentitäten unterteilt.

Quelle: Retrospektive Analyse, Stammzelltransplantationsprogramm Zürich: Samaras et al. Swiss Medical Weekly

Referenzen:
1. Gisselbrecht C. et al., J Clin Oncol. 2010 Sep 20;28(27):4184-90
2. Philip T.  et al., N Engl J Med. 1995 Dec 7;333(23):1540-5

Als Universitätsklinikum sind wir aktiv an der Erforschung neuer, vielversprechender Tumortherapien beteiligt: weiter zur weiter zur Studienübersicht.

Ansprechpartner für alle Fragen betreffend Stammzelltransplantation sind:
PD. Dr. med. P. Samaras                                    
Dr. med. A. Mischo